Inselhüpfen in der Ägäis
Kós - Pátmos - Léros - Kálymnos - Kós - Rhodos
Kós liegt in der südöstlichen Ägäis (nordwestlich von Rhodos , zwischen Kálmynos und Nyssirós) vor der türkischen Küste Kleinasiens. Nach Rhodos und Kárpathos ist es mit einer Fläche von 290 qkm und einer Länge von 112 km die drittgrößte Insel der Dodekanes-Inseln. Der Berg Dikéos ist 875 Meter hoch, niedriger sind der Simpetros und die Latra. Die wichtigsten Kaps der Insel sind Kap Skandari, Psalidi, Ajios Fokas, Krikelos und Dreopano. Mit Nyssirós bildet Kós die Verwaltungseinheit der gleichnamigen Präfektur. Von den 27 000 Einwohnern der Insel leben 15 000 in der Inselhauptstadt Kós-Stadt, die übrigen in den Dörfen der Insel. Die meisten Inselbewohner leben vom Tourismus, es gibt aber auch Bauern, Viehzüchter und Fischer auf Kós. Bewohnt ist Kós schon seit vielen Jahrhunderten. Auf die ursprünglichen Pelasger, Karer und Leleger folgten schließlich im 6. Jahrh. die Dorer. In dieser Zeit wIrd Kós sehr wohlhabend, denn es gehörte dem bedeutenden dorischen Städtebund der Hexapolis an. Die klassische Zeit war geprägt drch den Anschluß der Insel an den attischen Seebund unter der Führung Athens und durch Hippokrates (geb. um 460 v. Chr.). Eine erste Blütezeit erlebte Kós während der hellenistischen Zeit. So wurde 366 v. Chr. die neue Hauptstadt der Insel - Kós-Stadt gegründet. Die vielen während dieser Zeit erbauten prachtvollen Gebäude und Bauwerke zeugten vom Reichtum der Insel, der aus der Landwirtschaft und dem Handel mit feinen Stoffen erwirtschaftet wurde. Die wirtschaftliche Blüte setzte sich auch in der späthellenistische und römischen Zeit fort. Obwohl die Römer auch viele Kunstschätzte raubten, wurden aber auch viel prachtvolle Bauten errichtet, denn die Römer bevorzugten Kós. Unter der byzantinischen Herrschaft erlebte Kós eine erneute geistige und wirtschaftliche Blütezeit, die durch den Bau zahlreicher frühcristlicher Basiliken geprägt ist. Die nun folgenden Jahrhunderte waren geprägt durch die zahlreichen und sich abwechselnden Eroberer. So fiel Kós 1314 an die Ritter des Johanniter- ordens,die der Insel nur beschränkte Freiheiten gewährten. Zur Abwehr der türkischen Angriffe wurde die Stadt Kós zum Beispiel mit einer Mauer umgeben und stark befestigt. Nach der etwas über 200jährigen Herrschaft der Johanniterritter eroberten 1523 die Türken die Insel Kós. Sämtlicher Zuständigkeiten und Freiheiten beraubt und durch die neu eingeführte Kopfsteuer zusaätzlich belastet, erlebte Kós eine Zeit des Niedergangs. Der Ausbruch des griechischen Freiheitskampfes 1821 löste zusätzliche drakonische Srafmaßnahmen aus. Erst 1838 wurde der Insel einige wenige politische Rechte eingeräumt und dank der Landwirtschaft ging es Kós auch in wirtschaftlicher Hinsicht ein wenig besser. Von 1912 bis 1943 war Kós von italienischen Trupen besetzt. Nach dem dem starken Erdbeben von 1933 wurde die Stadt Kós von den Italienern wieder aufgebaut, wobei auch gleichzeitig erste Augrabungen in der antiken Stadt erfolgten. Die zweijährige deutsche Besetzung der Insel von 193 bis 1945 war ein brutales Intermezzo (in dieser Zeit wurde der Flughafen der Insel gebaut), bevor Kós 1945 von den britischen Truppen besetzt wurden, die wieder für eine Normalisierung des öffentlichen Lebens sorgten. Am 31. März 1947 übernahm schließlich die griechische Militärbehörde die Verwaltung der Inseln von den Briten und Kós wurde mit Griecheland wiedervereinigt.
Auf Kós war ich zweimal. Einmal war ich während meines ersten Urlaubs auf Rhodos zu einem Tagesausflug auf Kós - von diesem Ausflug stammen die Bilder von Kós-Stadt. Das zweitemal war ich während meines dreiwöchigen Urlaubs im September 2007 auf Kós. Während dieses Urlaubes habe ich die in gelber Schrift bezeichneten Orte im Rahmen einer Inselrundfahrt besucht. Wollen Sie nur die Berichte und Informationen über die einzelnen Orte lesen, dann klicken Sie den in gelber Schrift gehaltenen Ortsnamen und Sie werden automatisch weitergeleitet. Wollen Sie jedoch den gesamten Reisebericht bericht meinen Aufenthalt auf Kós im September 2007 lesen, dann klicken Sie auf die Inselkarte:
