Inselhüpfen in der Ägäis
Kós - Pátmos - Léros - Kálymnos - Kós - Rhodos
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Léros - Insel der Artemis 12.09. - 15.09.2007
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Léros ist eine Insel mit 8.500 Bewohnen im Südosten der Ägäis und gehört zu der Inselgruppe des Dodekánissos. Sie ist 53 qkm groß und hat wegen der zahlreichen fjordähnlichen Buchten eine Küstenlänge von 71 km. Aufgrund seiner günstigen strategischen Lage hat Léros eine lange Geschichte aufzuweisen. In Partheni entdeckte man die ersten Spuren menschlichen Lebens aus neolithischer Zeit. Man fand eine vollständig erhaltene Siedlung aus der Zeit zwischen 8000 und 3000 v. Chr. Zu den ersten Siedlern gehörten Karer, Leleger, Phönizier und Kreter unter Führung des Radamanthys, des Bruders von König Minos. Auf ihrer Wanderung durch die Ägäis erreichten schließlich auch die Dorer die Insel Léros. Homer berichtet in seine Ilias, daß Léros zusammen mit der Nachbarinsel Kálymnos mit seinen Schiffen am trojanischen Kieg teilnahm. Der Historiker Herodot überliefert, daß die Insel enge geisteige, politische und wirtschaftliche Verbindungen zu den Ioniern der kleinastiatischen Metropole Milet unterhielten. im 5. Jahrh.v.Chr. erlebte Léros eine Zeit von großer kultureller und geistiger Bedeutung, denn in jener Zeit lebten der satirische Dichter Demodikos und der Historiker Pherekydes auf der Insel Léros, die sich nach den Perserkriegen dem attisch-delischen Seebund anschloß.
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Auf Léros gefundene Spitzenamphoren des 4., 3. und 2.Jahrh.v. Chr.:
Blick in die schöne Bucht von Gourna:
Auch die Heere Alexanders des Großen kamen nach Léros, wie Grabstelen und Münzen aus dieser Zeit beweisen. Auch Plutarch erwähnt in seinen Schriften die für die Schifffahrt bedeutende Lage der Insel und berichtet zudem, daß Julius Cäsar auf Pharmako, einer kleinen Nachbarinsel von Léros, gefangen gehalten wurde. In byzantinischer Zeit entstanden auf der Insel zahlreiche prächtige Kirchen. Konstantin der Große gliederte Léros schließlich in den Verwaltungsbezirk der Insel Sámos ein. Damals erbaute man auf der Burg die Panajia-Kirche, wie auch die Burg der Lepidon, die heute Paliokastro genannt wird. In ihrem Bereich sind sog. zyklopische Mauen erhalten
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Blick auf die Panagía tou Kastró auf dem Pandéli Kastó: |
Festungsmauern des Pandéli-Kastró:
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Auf der Insel finden sich seltene byzantinische Monumente, wie etwa die frühchristliche Kirche in Partheni, die Kirche Ajia Varvara, die aus Marmorstücken, Kapitellen, Platten und anderem Baumaterial aus dem antiken Léros, das man hier fand errichtet wurde. Hierzu zählen ebenso die Kirchen Ioannis o Theológos, die Kirche Panajia oder Gourlomat und die Panajia-Kirche auf dem Kastró.
In Alinda und anderen Orten der Insel fand man kleine, in de Fels gehauene Wohnstätte, die den Mönchen als Zuflucht dienten. 1314 geriet Léros unter die Herrschaft der Johanniterritter von Rhodos und wurde von diesen bis 1523 mit harter Hand regiert. Mit der Niederlage der Ritter begann die Zeit der Türkenherrschaft in der Ägäis und ganz Griechenland. Trotz der schwierigen Verhältnisse konnte Léros eine Art von Autonomie bewahren. Als 1821 der griechische Freiheitskampf begann, gehörten die Bewohner von Léros zu den ersten, die sich gegen die osmanische Fremdherrschaft erhoben.1830 wurden durch das Protokoll von London alle Inseln des Dodekánes im Austausch gegen Euböa der Türkei überlassen. Von 1912 bis 1943 waren die Inseln des Dodekánissos unter italienischer Herrschaft. Die Italiener bauten Léros zu einem bedeutenden Marinestützpunkt aus. Dafür wurde die Stadt Lakki neu erbaut den Bedürfnissen der italienischen Marine entsprechend neu angelegt. Viele Gebäude wurden abgerissen und durch eine neue Architektur ersetzt, die in jener Zeit für ganz Europa bahnbrechend war. Im 2. Weltkrieg wurde Léros nach der Kapittulation der italienischen Truppen von griechischen Armeeverbänden und Freiwilligen besetzt. Danach folgte eine zweijährige britische Besatzungszeit, bevor die Inseln des Dodekános dann im März 1948 mit Griechenland wieder vereinigt wurden.
Blick vom Kastró über die Westküste von Léros:
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