Inselhüpfen in der Ägäis

Kós - Pátmos - Léros - Kálymnos - Kós - Rhodos

 

 

 

 

Kálymnos-  

Insel der Schwammfischer

15. - 18.09.2007

 

 

In frühesten prähistorischen Zeiten waren Kálymnos und Léros als "Kalydnae Inseln" bekannt.Als erste Bewohner der Insel sind die Karer, Leleger und Pelager. Auf ihrer Wanderung von der Peleppones durch die Ägäis kamen später dann die Dorer auf die Insel Kálymnos. In der prähistorishen Periode war die Insel in sieben Gemeinden gegliedert und wurde demokratisch regiert. In de archaischen Periode des 7. Jahrh. v. Chr. schloß sich Kálymnos dem "Sechsstädtebund" der sog. Hexapolis an und gehörte vor und während der Pelleponeskriege dem Delisch-Attischen Seebund an. Während der folgenden jahre wechselte Kálymnos mehrmals die Seiten, um sich letztendlich den Spartanern anzuschließen. Aber auch die verhindert nicht die Eroberung der Insel durch die Perser. Erst 333 v. Chr. wird sie von Ptolmäus wieder vom persischen Joch befreit. Im Jahre 144 v. Chr. geriet Kálymnos schließlich unter römische Herrschaft.Während die Insel zu beginn der römishen Herschaft noch einige Privilegien genoß, wurde sie später überaus hoch besteuert. Auch sonst plünderten de Römer die Insel aus und beraubten sie sämtlicher Reichtümer, worauf Kálymnos verelendete. Unter der byzatinischen Herrschafft litt die Insel unter de dauernden Piratenüberfällen  und verherreden Naturkatastrophen wie dem Erdbeben von 535 n.Chr., das die Geographie von Kálymnos nachhaltig veränderte.

 

 

Bei Embórios im Nordwesten von Kálymnos:

 

 

Während der kurzen fränkischen Herrschaft (1204-1261) steht Kálymnos maßgblich unter dem Einfluß von Byzanz, bevor es 1306 von den Rittern des Johanniterordens von Rhodos eingenommen und bis 1522 beherrscht wurde. Auch in dieser Zeit bleibt Kálymnos von Erdebeben und Piratenüberfällen nicht verschont. Mit der Zeit wuchs auch der Druck der vordrängenden Türken. Da diePiratenüberfälle auch während der über 400jährigen türkischen Herrschat nicht nachlassen, sah sich Kálymnos gezwungen, seine Wehrhaftigkei mit dem Bau von Schiffen und dem Erwerb von anderen Waffen zu rüsten, was der Insel später auch im Freiheitskampf gegen die Türken zugute kommen sollte. Erst 112 wurde die Türkenherrshaft beendet und von der Regentschaft der Italiener abgelöst. Diese regierten Kálymnos bis 1948 als es dann endlich im März dieses Jahrers mit Griechenland wieder vereinigt wurde.

 

 

 

Blick auf de im Westen von Kálymnos gelegene Nachbarinsel Télendos:

 

 

 

Kálymnos ist eine wilde und weitgehend unfruchtbare Insel - eine große Ausnahme bildet das Tal von Vathý an der Ostküste der Insel. Die Steilküsten und schroffen Berge bieten nur wenig Platz für Landwirtschaft. Auch der Tourismus spielt im Vergleich zu den anderen Inseln des Dodekánissos eine eher unbedeutende Rolle. Und trotzdem ist Kálymnos mit über 15.000 Einwohnern auf 111 qkm Fläche, die zum größten Teil unbewohnbar sind,  nicht nur eine der am dichtesten besiedelten Inseln, sondern mit dem Aufkommen der Schwammfischerei im 19. Jahrh. auch einer reichsten und wohlhabendsten. Fast ein Jahrhundert lang lebten die Kálimnier von der Schwammtaucherei und dem Schwammhandel und auch heute noch bildet die Fischerei die Lebensgrundlage für etwa 1000 Familien auf der Insel.

 

 

 

Blick auf die Bucht von Váthi im Osten von Kálymnos:

 

 

 

 

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Hafenatmosphäre in Póthia,der Inselhauptstadt von Kálymnos:

 

 

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