Überblick über die Ältere Geschichte der Türkei

 

Die Gökturken

Von Bumin Khan im Jahre 552 n.Chr. gegründet, engagierten sich die Gökturken in weitverbreiteten diplomatischen Aktivitäten. Die berühmten Orhun-Epitaphen aus dieser Periode setzen sich aus den Grabsteininschriften von Tonyukuk (d.720), Kültigin (d.731) und Bilge Kagan (d.734) zusammen

 

Die Uyguren

Die Herrschaft der Gokturken wurde im Jahre 745 durch die Uyguren beendet, die demselben ethnischen Stamm entsprangen.

Auf diese Weise zerstreuten sich all jene Türken, die unter dem Banner der Gökturken zusammenströmten, unter dem der Uyguren. Das landwirtschaftliche Becken, in dem sie lebten, wurde als Turkistan bekannt. Im Jahre 1229 beendeten die Mongolen die Herrschaft der Uyguren; jedoch wurden die Uyguren ihre kulturellen und politischen Mentoren.

Die Türken und der Islam

Kontakte zwischen Türken und Moslems begannen zu Anfang des 8. Jahrhunderts und einige Türken fingen an, den Islam zu bevorzugen. Jedoch beschränkte die pro-arabische Politik der Omayaden (661-750 n.Chr.) diese Beziehungen ein wenig. Später nahmen viele moslemische Türken Ämter in der Abbside-Regierung an und deswegen verbreitete sich großes Interesse an der islamischen Welt unter den Türken jenseits des Flusses Ceyhun. Handelskarawanen spielten auch eine wichtige Rolle bei der Verbreitung des Islams in die Steppen Zentralasiens. Die Türken wurden mit dem 10. Jahrhundert ganz islamisiert. Daraus folgte das Erlangen einer politischen Einheit. Diesen Entwicklungen folgend wurde der erste moslemische türkische Staat von den Karahanen gegründet.

Die Karahanen

Die Karahanen regierten zwischen 990-1212 in Turkistan und Maveraünnehir. Die Herrschaft der Karahanen ist vom Gesichtspunkt der türkischen Kultur und Kunstgeschichte besonders bedeutsam. In dieser Zeit wurden Moscheen, Schulen, Brücken und Karawansereien in den Städten errichtet. Buhara und Samarkand wurden zu Bildungszentren. In dieser Zeit fand auch die türkische Sprache Möglichkeiten, sich zu entwickeln. Unter den wichtigsten Arbeiten dieser Periode befindet sich Kutadgu Bilik (zu übersetzen mit: "Das glücklichmachende Wissen"). Es wurde in den Jahren 1069-1070 von Yusuf Has Hacib geschrieben.

Die Ghaznaviden

Der Staat Ghaznavi wurde im Jahre 963 vom türkischen Herrscher Sevuktekin gegründet, war einer der ersten moslemischen türkischen Staaten und arbeitete unnachgiebig an der Expansion des Islams in Indien. Die Ghaznaviden brachen schließlich im Jahre 1186 auseinander und wurden in die Oguz integriert. Der türkische Gelehrte Ebu Reyhan el-Beyruni machte diese Periode zu einer der wichtigen innerhalb der islamischen Kulturgeschichte und schrieb in dieser Zeit (1009) durch den Poeten Firdevsi das berühmte Werk Tehname.

Die Seldschuken

Die Oguz, die den Staat Ghaznavid zerstörten, schafften es, Anatolien, den südlichen Teil des Kaukasus, Aserbaidschan und den Norden des Irans unter türkische Herrschaft zu bringen. Zuerst bildeten die Oguz im 6. Jahrhundert das Göktürk-Reich. Mit der Ausbreitung des Islams unter den Türken, wurden die Oguz von den Türken "Turkmenen" genannt.

Tugrul Bey und Çagri (Çakir) Bey waren Enkel der Seldschuken, deren Name von der Seldschuken-Dynastie adoptiert wurde. Zu ihrer Zeit unterwarfen sie und die Oguz, die historisch als Seldschuken bekannt wurden, Horasan, schlugen den ghaznavidischen Herrscher Mesud in der Schlacht bei Dandanakan und gründeten im Jahre 1040 das große Seldschukenreich.

Im Jahre 1071 kommandierte Alp Arslan (1063-1072) die Schlacht von Malazgirt. Nachdem er die Streitkräfte des Byzantinischen Eroberers in dieser Schlacht geschlagen hatte, öffneten sich die anatolischen Türen den moslemischen Türken.

Das Jahr 1071 wird als Anfang des türkischen und moslemischen Anatoliens betrachtet. Ab diesem Zeitpunkt eroberten die Türken ganz Anatolien und gründeten den anatolischen Seldschukenstaat als Teil des großen Seldschukenreiches.

Die ersten Lehreinrichtungen, moslemische Theologiehochschulen, wurden in Anatolia während der Zeit Kiliç Arslans (1153-1192) gebildet, die eine in Konya, die andere in Aksaray. Der Gründung dieser beiden Hochschulen folgend wurden weitere Hochschulen in Sircali in Konya (1242-1243), Karatay (1252), Ince Minareli (1251-1253), Atabekkiye (nach 1251-1268), Gökmedrese in Sivas (1271), Buruciye (1271-1272), Çifte Minareli (1271) und Cacoglu in Kirsehir (1272) gegründet.

Die Seldschuken maßen auch den medizinischen Wissenschaften große Bedeutung bei. So wurden in nahezu allen ihren Städten medizinische Institutionen, die Darush-Shifa, Darul-Afiye und Darus-Sihna genannt wurden, und Krankenhäuser errichtet. Die bedeutsamsten medizinischen Behandlungszentren waren Gevher Nesibe in Kayseri (1205), Izzettin I Keykavus in Sivas (1217), Torumtay in Amasya (1266), Muinuddin Pervane in Tokat (1275) und Pervaneoglu Ali in Kastamonu (1272).

Durch den vom Iran kommenden persischen Einfluß auf die Intellektuellen, Verwaltungsfachleute, Künstler und Händler, hatte die iranische Kultur und Sprache immer mehr Auswirkungen auf den anatolischen Seldschukenstaat.

Die Beyliken

Die antiken Fürstentümer

Die politische Einheit in Anatolien wurde von der Zeit des Zusammenbruches des anatolischen Seldschukenstaates zu Beginn des 14. Jahrhunderts (1308) bis zu Beginn des 16. Jahrhunderts unterbrochen, als jede der Regionen des Landes unter die Herrschaft von Beyliken (Fürstentümer) fiel. Schließlich wurde das Ottomanische Fürstentum, das alle anderen Fürstentümer zerstörte und die politische Einheit in Anatolien wiederherstellte, in den Gegenden um Eskitehir, Bilecik und Bursa gegründet.

Andererseits blieb die Gegend in Zentralanatolien östlich der Ankara-Aksaray-Linie bis hin zur Gegend um Erzurum bis zum Jahr 1336 unter der Verwaltung des Ilhani-Generalgouverneurs. Die internen Machtkämpfe in Ilhan gaben den Fürstentümern in Anatolien ihre vollständige Unabhängigkeit. Zusätzlich wurden in den Gebieten, die vormals unter Ilhan-Besetzung standen, neue türkische Fürstentümer gebildet.

Während des 14. Jahrhunderts begannen die Turkomanen, die westlichen Türken, ihre frühere politische Souveränität in der islamischen Welt wiederherzustellen.

Während der Zeit der anatolischen Fürstentümer machte die türkische Sprache und Kultur eine rapide Entwicklung durch. In diesem Zeitraum begann es, daß die türkische Sprache in den Wissenschaften und in der Literatur angewandt wurde. Sie wurde die offizielle Sprache der Fürstentümer. Neue Hochschulen wurden errichtet. In den medizinischen Wissenschaften wurden in diesem Zeitraum Fortschritte erzielt.

Gültehri, Nesimi (d. 1404) und Ahmedi (1325-1412) sind die bekanntesten türkischsprachigen Poeten des 15. Jahrhunderts.

Die Ottomanen

Das ottomanische Fürstentum wurde von einem turkomanischen Stamm, der an der türkisch-byzantinischen Grenze lebte, gegründet. Die geographische Lage des Fürstentums zusammen mit dem schwachen Staat der Byzantiner machten das ottomanische Fürstentum zum stärksten Staat in der islamischen Welt im 14. Jahrhundert

Nachdem Fatih Sultan Mehmet II. die byzantinische Hauptstadt erobert hatte, wurde der ottomanische Staat der stärkste seiner Zeit. Die tolerante Haltung Fatih Sultan Mehmet II. gegenüber anderen Religionen und deren Anhängern wurde zu einer von seinen Nachfolgern akzeptierten Tradition. Als Folge der Eroberung Istanbuls wurde die orthodoxe Kirche von ihrer Gehorsamspflicht gegenüber der katholischen Kirche befreit und bekam die Unabhängigkeit zugestanden.

Andererseits wurde die technische Überlegenheit der ottomanischen Armee während der Herrschaft Selims I. offensichtlich. Dem Hauptteil Ostanatoliens fügten die Ottomanen die Länder zu, die in der islamischen Welt als heilig gelten: Mekka und Medina und die dazugehörigen Ländereien.

Während der Herrschaft Sultan Suleymans (1520-1555) hatte der Ottomanische Staat seine glänzendste Periode, als sich die Grenzen des Reiches vom Stadtrand Wiens bis hin zum Persischen Golf und von der Krim bis Äthiopien in Nordafrika erstreckten.

Das Ottomanische Reich eignete sich bis Mitte des 17. Jahrhunderts weiter Territorium an. Im Jahre 1683 erlitt es seine erste große Niederlage bei der Belagerung Wiens.

Als es weiterhin Landverluste gab, suchte das Ottomanische Reich Rettung in einer Reihe von Reformbewegungen. Es gründete Lehrinstitutionen ähnlich den westlichen Institutionen, die nach der Renaissance große Entwicklungen gemacht hatten.

Die Erklärung der "Tanzimat"-Reformbewegung aus dem Jahre 1839 wird als bedeutendes Glied in der Kette der Dinge, die seit dem Beginn des 17. Jahrhundert unvermindert weiter zur Modernisierung führten, betrachtet.

Der Tanzimat-Erlaß wird als die Art von Verfassung betrachtet, die der Türkei den Weg in die moderne Zivilisation ermöglichte.

Die dem Tanzimat-Reformerlaß innewohnenden Prinzipien legten damit die Grundlage für das Verfassungssystem der modernen Türkei und die Durchsetzung des Säkularismus.

Trotz vieler interner Probleme und Unruhen während der Regentschaft von Abdülaziz (1861-1876) wurden die Auswirkungen der westlichen Zivilisation auf die Gesellschaft immer deutlicher. Namik Kemal, Ziya Pasha, Mustafa Fazil Pasha und seine Freunde gaben in London im Jahr 1864 die Zeitung "Hürriyet" (Freiheit) heraus. Die literarischen Themen der Zeitung machten später politischen Ausgaben Platz. Obwohl es wegen dieser Trends geschah, daß die erste Verfassung unter der Führung von Mithat Pasha im Jahre 1876 verbreitet wurde, benutzte Sultan Abdülhamid II. (1876-1909) den Ottomanisch-Russischen Krieg (1877-78) als eine Entschuldigung, das Parlament aufzulösen und effektiv dieser Verfassungsperiode ein Ende zu machen. Das Ottomanische Reich trat 1914 an der Seite der Alliierten in den Ersten Weltkrieg ein.

Der Ottomanische Staat ging zusammen mit seinen Alliierten als Verlierer aus dem Krieg hervor und wurde am 30. Oktober 1918 gezwungen, den Mudrow-Waffenstillstand zu unterzeichnen. Unter den Bedingungen des Waffenstillstands war auch eine Verfügung, die besagte, daß die Besatzungsmächte jene Gegenden besetzen könnten, die als strategisch bedeutend erachtet wurden; gemäß diesen Bedingungen begannen die Mächte, Anatolien am 1. November 1918 zu besetzen.

Am 15. Mai 1919 besetzten die Griechen Izmir. Eine nationale Widerstandsbewegung entstand. In vielen Regionen des Landes begann die Gesellschaft für die Verteidigung der Rechte (Müdafaa-i Hukuk) plötzlich zu entstehen. Der militärische Zweig der Gesellschaft, genannt Kuvayi Milliye, begann aktiv zu werden.

Die Widerstandsbewegung war, bis Mustafa Kemal bei Samsun landete, sporadisch und unorganisiert. Unter seiner Führung wurde der Widerstand geschlossen, wurde zu einer organisierten Armee, und die Bewegung wurde auf der ganzen Linie zu einem Unabhängigkeitskrieg

 

Quelle: Botschaft der Republik Türkei

 

Überblick über die Neuere Geschichte der Republik Türkei

1918  

Niederlage des Osmanischen Reichs im Ersten Weltkrieg, Waffenstillstand von Mudros, teilweise Besetzung durch die Alliierten  

1919  

Griechische und armenische Interventionen, Beginn des nationalen Befreiungskriegs unter Mustafa Kemal Atatürk  

1920  

Vertrag von Sèvres (von Atatürk nicht anerkannt)  

1922  

Abschaffung des Sultanats / Ende des Osmanischen Reichs. Rückeroberung von Izmir (Smyrna)  

1923  

Ausrufung der Republik durch Atatürk (29.10.). Friedensvertrag von Lausanne  

1924

Erste Verfassung. Abschaffung des islamischen Kalifats (03.03.)  

1925  

Islamisch motivierter Kurdenaufstand unter Scheich Said (Februar bis Juni). Verbot religiöser Orden und Gemeinschaften. Abschaffung des Fez. Einführung des westlichen Kalenders.  

1926  

Modernisierung von Zivil- und Strafrecht nach europäischem Vorbild.

1928  

Einführung des lateinischen Alphabets. Abschaffung des Islam als Staatsreligion.  

1933  

Beginn der Emigration deutscher Hochschullehrer in die Türkei

1936  

Vertrag von Montreux zur Regelung der Schifffahrt durch die Meerengen.  

1938  

Erwerb der Provinz Hatay (Alexandrette) durch Volksabstimmung. Tod von Mustafa Kemal Atatürk (10.11.).

1945  

Türkische Kriegserklärung an Deutschland. Türkei wird Gründungsmitglied der Vereinten Nationen. Übergang zum Mehrparteiensystem.  

1948  

Truman-Doktrin: sprunghafte Verstärkung des amerikanischen Engagements in der Türkei im Rahmen der "containment"-Poltik der USA  

1950  

Wahlsieg der Demokratischen Partei (Menderes), erstmalige Ablösung von Atatürks Republikanischer Volkspartei.  

 

1952  

Beitritt zu NATO und Europarat. Teilnahme am Korea-Krieg  

1960  

Verträge von Zürich und London (Türkei wird zusammen mit Griechenland und Großbritannien Garantiemacht für Zypern)  

1960  

Erster Staatsstreich des Militärs (27.05.): Absetzung der Regierung Menderes. Unabhängigkeit Zyperns  

1961  

Zweite, "liberale" Verfassung  

1963  

Assoziierung der Türkei an die EWG (Vertrag von Ankara vom 12.09.1963)

1964  

Zypern-Krise nach einseitiger Änderung der zyprischen Verfassung durch Erzbischof Makarios.  

1971  

Zweiter Staatsstreich des Militärs (12.03.)  

1974  

Türkische Militärintervention in Zypern als Folge des griechisch-inspirierten Staatsstreichs auf der Insel (20.07.)  

1980  

Dritter Staatsstreich des Militärs ("12. September"). General Evren wird Staatspräsident  

1982  

Verabschiedung der dritten Verfassung durch Referendum (07.11.)  

1983  

Nach partieller Aufhebung des Parteienverbots Parlamentswahlen: Sieg der Mutterlandspartei (ANAP) unter Turgut Özal  

1984  

Einsetzen terroristischer Aktivitäten der PKK (gegründet 1978) in der Südosttürkei

1987  

Referendum über die Wiederzulassung der 1980 gebannten Politiker; Parlamentswahlen: Sieg Özals (ANAP).EG-Beitrittsantrag

1989

 

Wahl von Turgut Özal zum Staatspräsidenten. Vorläufige Abweisung des EG-Beitrittsantrags  

1991  

Erster Golfkrieg. Beginn der alliierten Operation "Provide Comfort" (seit 1997 "Northern Watch") zum Schutz der nordirakischen Kurden. Parlamentswahlen: Sieg der Koalition aus Partei des Richtigen Weges/DYP und Sozialdemokratischer Volkspartei/SHP (Regierung Demirel/Inönü)  

1993  

Wahl von Süleyman Demirel zum neunten Staatspräsidenten der Türkei. Wahl von Tansu Ciller/DYP zur Ministerpräsidentin.  

1995  

Erste "zivile" Verfassungsänderung. Vorgezogene Parlamentswahlen: islamistische Wohlfahrtspartei (RP) wird stärkste Partei.  

1996  

Zollunion mit der EU ab 01.01.Koalitionsregierung zwi-  schen islamist. Refah-Partei (RP) und DYP. Necmettin Erbakan (RP) wird Ministerpräsident: "Susurluk"-Unfall am 03.11.: skandalöse Verbindungen zwischen Politik, Sicherheitskräften und Unterwelt kommen ans Tageslicht.  

1997  

Beschlüsse des Nat. Sicherheitsrats (28.02., "Februarereignisse") zur Eindämmung des politischen Islam: Sturz MP Erbakan (Juni). Neue Koalitionsregierung (ANAP/DSP/DTP) mit Mesut Yilmaz (ANAP) als MP (30.06.)  

1998  

Im November Sturz der Regierung Yilmaz  

11.01. 1999  

Minderheitsregierung unter Bülent Ecevit (DSP)  

Anfang 1999  

Ergreifung von PKK-Führer Öcalan in Kenia und Verbringung in die Türkei (seitdem auf der Gefängnisinsel Imrali/Marmarameer)  

30.05.1999  

57. Regierung unter Bülent Ecevit (DSP) mit

17.08.1999  

Verheerendes Erdbeben im Marmaragebiet  

12.11.1999  

Zweites schweres Erdbeben in der Westtürkei  

25.11.1999  

Todesurteil gegen PKK-Chef Öcalan (nicht vollstreckt)  

10./11.12. 1999  

Türkei wird EU-Beitrittskandidat (ER Helsinki)  

16.05.2000  

Ahmet Necdet Sezer (bis dahin Präsident des Verfassungsgerichts) wird 10. Staatspräsident der Türkei

21.12.2000  

Verabschiedung der "Generalamnestie" (Strafminde- rungsgesetz)  

19.02. 2001  

Ausbruch einer schweren Regierungs-, Finanz- und Wirtschaftskrise, "Schwarzer Mittwoch"; Berufung des Weltbankvizepräsidenten Kemal Dervis zum neuen Wirtschaftsminister  

19.03.2001  

Kabinett verabschiedet das Nationale Programm als Antwort auf die Beitrittspartnerschaft der EU.  

22.06.2001  

Verfassungsgericht verbietet die islamistische Fazilet-Partei. Ihre Abgeordneten gründen am 20.07. die Saadet-Partei unter Kutan, der Reformflügel am 13.08. die AKP unter Erdogan  

03.10.2001  

Parlament beschließt Verfassungsreform zur Angleichung der türkischen Verfassung an EU-Standards  

04.12.2001  

Beginn der Direktgespräche zwischen Denktasch und Klerides auf Zypern.  

04.02.2002  

IWF beschließt ein neues (18.) Beistands-Abkommen mit der Türkei mit konditionierten Neu-Zusagen für Kredite i.H.v. 12 Mrd. US-Dollar für 2002 - 2004  

06.02.2002  

Verabschiedung eines ersten Pakets von "Harmonisierungsgesetzen" zur Umsetzung der Verfassungsreform vom 03.10.2001  

26.03.2002  

Verabschiedung des 2. Pakets von "Harmonisierungs- gesetzen"  

Juli 2002  

Die durch die schwere Krankheit von MP Ecevit ausgelöste Regierungskrise verschärft sich nach Rücktritt von AM Ismail Cem, Beschluss über vorgezogene Neuwahlen  

03.08.2002  

Verabschiedung des 3. Reformpakets im Parlament (am 09.08.2002 in Kraft getreten) zur Angleichung an den EU-Acquis, u.a. Abschaffung der Todesstrafe  

03.11.2002  

Aus den vorgezogenen Neuwahlen geht die konservative AKP, die auch von islamisch geprägten Wählern unterstützt wird, mit absoluter Mehrheit der Sitze hervor. Einzige Oppositionspartei im Parlament ist die sozialdemokratische CHP.  

28.11.2002  

58. Regierung unter MP Abdullah Gül erhält das Vertrauen des Parlaments  

12.12.2002  

ER Kopenhagen bekräftigt die Beitrittsperspektive der Türkei. Der ER soll im Dezember 2004 über die "unverzügliche" Aufnahme von Beitrittsverhandlungen entscheiden.  

02.01.2003  

4. Reformpaket  

23.01.2003  

5. Reformpaket  

01.03.2003  

Eine Regierungsvorlage, die weitgehende Stationierungs- und Transitrechte für US-Truppen gegen den Irak vorsah, fällt im Türkischen Parlament überraschend durch. Die Türkei gewährt am 20.03. lediglich Überflugrechte.  

09.03.2003  

Bei Nachwahlen in der südöstlichen Provinz Siirt erringt AKP-Vorsitzender Erdogan nach vorausgegangenen Verfassungsänderungen ein Abgeordnetenmandat. Am 11.03. ernennt ihn StP Sezer zum MP. Am 14.03.2003 bildet er die 59. Regierung der Türkischen Republik.  

10.03.2003  

VN-Generalsekretär Kofi Annan erklärt in den Haag die Verhandlungen für eine Zypernlösung für gescheitert. In seinem Bericht an den VN-Sicherheitsrat macht er vor allem den türkisch-zyprischen Verhandlungsführer Denktasch dafür verantwortlich.  

15.04.2003  

Die EU stellt auf dem Assoziationrat mit der Türkei die neue Beitrittspartnerschaft vor.  

18.04.2003  

Teilnahme AM Gül an der 2. Konferenz der Irak-Anrainerstaaten in Riad  

22./23.04.2003  

Besuch des französischen AM De Villepin in Ankara  

26.04.2003  

Iranischer Erster Vizepräsident Mohammed Reza Arif in Ankara  

29.04.2003  

AM Gül in Damaskus  

01.05.2003  

Schweres Erdbeben in Bingöl  

13./14.05.2003  

Italienischer MP Berlusconi in Ankara  

13./14.05.2003  

AM Gül in Sofia  

22.05.2003  

Kasachischer Präsident Nazarbajew in Ankara  

28.05.2003  

Teilnahme AM Gül an OIC-Tagung in Teheran  

03./04.06.2003  

Teilnahme AM Gül am NATO-Frühjahrstreffen in Madr

04.06.2003  

Staatspräsident Sezer beim Balkan-Dreiergipfel in Bukarest (mit ROM, BUL)  

09./10.06.2003  

Luxemburgischer MP Juncker in Ankara  

13. -15.06.2003  

Besuch MP Erdogan in Malaysia  

16.06.2003  

Besuch MP Erdogan in Pakistan  

18.06.2003  

Vorstellung des Nationalen Programms zur EU-Annäherung  

19.06.2003  

6. Reformpaket / Besuch Staatspräsident Sezer in der Ukraine  

03.07.2003  

Besuch Staatspräsident Sezer in Zagreb  

05.07.2003  

US-Einheit nimmt in Nordirak Mitglieder einer türk. Spezialeinheit fest  

09.07.2003  

Israelischer Staatspräsident Katsav in Ankara  

11.07.2003  

MP Erdogan in Wien  

17.07.2003  

Irischer PM Ahern in Ankara  

25./26.07.2003  

AM Gül in Washington  

29.07.2003  

Syrischer MP Miro in Ankara  

30.07.2003  

7. Reformpaket  

02.09.2003  

AM Gül in Wien  

02./03.09.2003  

MP Erdogan in Berlin  

16./18.09.2003  

Indischer PM Vajpayee in Ankara  

16.09.2003  

Bundesinnenminister Schily in Ankara  

17./19.09.2003  

Portugiesischer Staatspräsident Sampaio in Ankara  

26.09.2003  

Rede AM Gül vor der VN-Vollversammlung  

30.09.2003  

Besuch AM Gül bei der EU in Brüssel  

02.10.2003  

Tschechischer MP Spidla in Ankara  

05.10.2003  

Teilnahme MP Erdogan an der EU-Regierungskonferenz in Rom  

07.10.2003  

Türk. Parlament billigt Regierungsvorlage zur Truppenentsendung nach Irak  

07./08.10.2003  

Besuch des niederländischen MP Balkenende in Ankara  

14.10.2003  

Bombenanschlag auf die türk. Botschaft in Bagdad  

14./16.10.2003  

Teilnahme Staatspräsident Sezer, AM Gül am OIC-Gipfel in Malaysia  

16.10.2003  

Teilnahme MP Erdogan an EU-Gipfel in Brüssel  

Quelle: Außwärtiges Amt

ENDE