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Ostern auf Rhodos |
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03.05.2002 - 05.05.2002 |
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Karfreitag 03.05.2002 |
Vom griechischen Osterfest hatte ich ja schon viel gehört - aber die Wirklichkeit hat dann noch meine Erwartungen übertroffen ! Es waren Tage, die ich sicherlich nie vergessen werde ! Eingeläutet wurde Ostern mit einem ersten Badeversuch am Karfreitag, den 03.05.2002 am Ellie-Strand in Rhodos-Stadt. Zwar waren schon einige Schwimmer im Wasser, doch für mich war es noch ein bißchen zu kalt - zu einem ganz kurzen Hüpfer reichte es allerdings (eine Woche später konnte man dann schon länger schwimmen). Da es Saisonbeginn war, war Rhodos noch wunderbar leer und richtig ruhig (um zur Vergrößerung zu gelangen, klicken Sie bitte auf das Bild).
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Blick über den leeren Ellie-Strand (Richtung Mandraki-Hafen) am Morgen des 03.05.2002: |
Und hier ein Blick Richtung Aquarium:
Nach einem ersten kurzen Sonnenbad (bis zru endgültigen Aklimatisierung bin ich die ersten Tage immer ein wenig vorsichtig) habe ich dann einen kleinen Rundgang gemacht, um bei den Freunden, die in Rhodos-Stadt wohnen "hallo" zu sage und zu hören, was es so alles an Neuigketen gibt. Nachmittags wurde es dann langsam Zeit, sich auf die Osterfeierlichkeiten vorrzubereiten. Nachmittags habe ich dann die erste Karfreitagsprozession gesehen und zwar in dem Viertel "Psarapoula" - hier wohne ich immer, wenn ich auf Rhodos bin. Bei diesen Prozessionen werden vorneweg das Kreuz und dann der "Epitaph" (Symbol für die Kreuzigung Christi) durch das jeweilige Viertel bzw. Dorf getragen. Nachmittags geschieht dies in Rhodos-Stadt zunächst bei den kleineren Kirchen bzw. in den verschiedenen Stadtteilen, bevor dann später am Abend die Prozession an der Evangelismos-Kirche stattfindet. Der "Epitaph" wird übrigens einige Tage zuvor von den jung verheiratete Frauen des jeweiligen Viertels oder der Dörfer hergestellt.
Die Karfreitagsprozession am 03.05.2002 bei der Evangelismos-Kirche am Mandraki-Hafen. Im Vordergrund sind die Teilnehmer der Prozession (u.a. die Soldaten der griechischen Armee, Feuerwehrleute, Polizisten u.a). zu sehen.
Blick auf den "Epitaph:
Die Karfreitagsprozession verzögerte sich übrigens etwas, denn mit dem Beginn wurde bis zum Eintreffen des griechischen Premierministers Kostas Simitis gewartet, der über Ostern auf Rhodos weilte und zu der Karfreitags- prozession zur Evangelismos-Kirche kam. Etwa 22.15 Uhr traf er mit einem Autokonvoi (zwei Polizisten auf Motorräder voraus und danach noch 5 oder 6 Wagen mit Bodyguards) ein und die Messe konnte dann auch beginnen. Leider war ich zu spät gekommen und ich kam nicht mehr zur Kirche durch (dafür war ich dann am folgenden Ostersamstag etwas früher da).
Nach etwa einer 1-stündigen Messe (man konnte die orthodoxen Gesänge) teilweise recht gut auch draußen hören aber wesentlich beeindruckender ist es, wenn man es in der Kirche selbst hört), traten die Gottesdienstbesucher dann langsam aus der Kirche, zunächst wurde das Kreuz vorweggetragen und danach der "Epitaph". Darauf folgten dann die Bischöfe, die Feurwehrleute, die Polizisten und andere Uniformträger sowie die Honoratioren. Daran schlossen sich die Gottesdienstbesucher an. Es war sehr beeindruckend.