Gastbeitrag

Das nun folgende Reisetaguch "Unterwegs auf Rhodos" wurde von Reinhard Kern verfaßt und zusammengestellt. Vielen herzlichen Dank dafür!

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Inhalt:

1. Tag: Ankunft :-)

2. Tag: Kolymbia (Strand)

3. Tag: Faliraki (Strand)

4. Tag: Faliraki (Strand)

5. Tag: Kolymbia (Strand)

6. Tag: Ausflug "Der Norden"

7. Tag: Ausflug "Von Ost nach West"

8. Tag: Kolymbia (Hotel Mistral Pool)

9. Tag: Ausflug Bus "Rhodos Stadt I"

10. Tag: Kolymbia (Strand)

11. Tag: Kolymbia (Hotel Mistral Pool)

12. Tag: Kolymbia (Strand)

13. Tag: Kolymbia (Strand)

14. Tag: Ausflug "Lindos I"

15. Tag: Ausflug "Der wilde Süden"

16. Tag: Kolymbia (Strand)

17. Tag: Ausflug "Rhodos Stadt II"

18. Tag: Kolymbia (Strand)

19. Tag: Kolymbia (Strand)

20. Tag: Ausflug "Lindos II"

21. Tag: Kolymbia (Strand)

22. Tag: Abschied und Heimflug :-(

 

·         Hotelkritik "Mistral", Kolymbia

·         Unsere Top Ten mit Tag der Besichtigung

·         Buchtipps

·         Allgemeine Tipps

·         Eintrittspreise

   

1. Tag: Sonntag, 8. Sept. 2002

Rhodos - DIE griechische Ferieninsel. DIE griechische Sonneninsel. 300 Tage im Jahr Sonne, unser Aufenthalt auf der Insel beginnt offenbar an einem der restlichen 65 Tage: Ein Unwetter sogar mit Hagel  geht am Montag über unseren Urlaubsort Kolymbia nieder. Es schüttet in Strömen. Aber, der Reihe nach.

Begonnen hat es wie gewohnt: Sonntag, Flug mit AUA MD-82, Baujahr 1985 und - wie ich doch hoffe - gut gewartet. Vorher die erste gute Meldung unseres Sohnes Sebastian (4) im Bus zum Flughafen Wien-Schwechat beim Aussteigen: "Lasst uns durch, wir haben es eilig". Peinlich, was?

Dann stehen wir in der unendlich langen "Ferienflugschlange" zum einchecken (es ist Mittagszeit) als uns plötzlich Karin (beste Freundin meiner "kleinen" Schwester Birgit) über den Weg läuft. Sie arbeitet beim Bodenpersonal der AUA im Management. Auf ihre Frage "Wollt ihr gleich einchecken?" gibt’s nur eine Antwort: "Total unfair, aber warum nicht?" Peinlich, was?

Aber, was soll es. Tapfer checken wir beim völlig leeren Business-Schalter ein. Die strafenden Blicke der anderen Touris merkt man fast nicht, wenn man nicht hinsieht. Ehrlich!

Später läuft uns noch Professor Ernst Fuchs, ein berühmter österreichischer Künstler über den Weg. Anita nimmt das Urlaubstagebuch und den Stift zur Hand, zögert noch kurz, aber dann siegt der Autogrammjägerinstinkt. Den hat man, oder man hat ihn nicht. "Herr Professor, dürfte ich um ein Autogramm in unser U-Tagebuch bitten" - "Ja, wo soll ich den hinschreiben?" - "Herr Professor, künstlerische Freiheit !" - und schon schreibt er.

Sebastian ist brav wie immer in einem Flugzeug. Nach 2,5 Stunden landen wir, es folgt langes Warten am Airport von Rhodos. Interessant zu beobachten wie die "Meute" der Urlauber jeder Regung auf den sonst meist toten Monitoren über den Gepäcksförderbändern folgt. Als endlich ganz links hinten "Vienna" aufleuchtet, starten alle gleichzeitig los. Auch ohne Hektik kommen wir zu unserem Gepäck, es ist sogar unbeschädigt. Einer alten Dame nebenan geht´s nicht so gut, ihr (weicher) Koffer gleicht einer zerbeulten Ziehharmonika. Das gibt Stunk!

Bus 12 ist super klimatisiert, das merkt man am tropfenden Wasser von der Busdecke. Aber die Fahrt ins Hotel "Mistral", Kolymbia dauert ja nicht so lange. Nach 35 Minuten stehen wir bereits an der Rezeption, das Hotel macht einen recht guten ersten Eindruck. Die Fahrt selbst hat noch keinerlei Hinweis auf Schönheiten der Insel gegeben, sieht man mal vom schönen Blick auf das Kreuz von Filerimos ab. Sonst nur Mondlandschaften durch das Inselinnere (neue Verbindungsstraße) in Richtung Faliraki. Das letzte Stück vor Kolymbia ist recht schön, wir fahren durch Olivenhaine.

Das Zimmer 299 im ersten Stock ist sehr in Ordnung, ebenso der große schmucklose Balkon mit etwas Meerblick (wenn man einen langen Hals macht). Der Blick auf den schönen großen Pool und die Palmen bzw. Bananenstauden ist auch nicht zu verachten. Beim ersten Rundgang fällt uns noch auf, dass der Kinderpool wenig einladend wirkt und der Kinderspiel- platz die Bezeichnung eigentlich nie verdient hat. Nicht mal wie er noch neu war, denk ich mal. Obwohl das Metall frisch gestrichen ist !  

Blick auf das Hotel Mistral in Kolymbia

Weiter geht´s in Richtung Meer. Vorbei an einem neuen riesig langen Hotelkomplex (TUI-Hotel "Atlantica Imperial Beach", wer denkt sich solche Namen aus?) erreicht man nach ca. 150 m die Taverne "Limanaki". Von dort hat man einen schönen Blick auf die "Südbucht" von Kolymbia, ca. 1 km lang. Gleich dahinter (etwas nördlich) ist eine kleine ruhige kinderfreundliche Bucht (ca. 100 m lang). Man darf sich nur vom Hinterland nicht abschrecken lassen, schön ist das nicht. Wie in einer Sandgrube. Aber es wird daran gearbeitet ... die Mischmaschine läuft bereits.  

Blick auf die "Südbucht von Kolymnia"

Gleich nördlich davon, vorbei am netten Hotel "Relax" geht es ein paar Kurven hinunter zum "Nordstrand" und zur Taverne "Nissaki". Das Meer ist sauber, kein Seegras, Felsen zum Schnorcheln am Kap Vagia, sonst dunkler feiner Sand mit etwas Kies.

Nun ja, der erste Eindruck ist nicht schlecht. Es folgt ein Bummel entlang der "Eukalyptusallee" - der Hauptstraße von Kolymbia. Wir stellen fest: Die Lage "unseres" Hotels ist sehr gut. Gleich in der Nähe ist alles was man so braucht, von Geldausgabeautomaten über Autovermietungen, Tavernen, Bars und Supermärkte bis zu den Bushaltestellen. Man darf sich halt keine kleine griechische Ortschaft darunter vorstellen, es gibt keinen Bäcker oder Frisör oder Kafenions wo die alten Griechen sitzen. Kolymbia ist ein reiner Urlaubsort, Dorf in dem Sinne gibt es keines.

Nachdem im Hotelzimmer das Moskitonetz dank Tesa Power Strip fachmännisch montiert ist, fallen wir in einen seichten unruhigen Schlaf. Das liegt weniger am beinharten Bett als viel mehr am Hotel vis´a´vis (Hotel "Kolympia Sun"), dort dürfte gerade heute am Sonntag ein "Griechischer Abend" stattfinden. Unser Zimmer 299 liegt da ganz günstig, man sieht nicht nur bis zur (wenig befahrenen) Straße und zum Nachbarhotel. Vielmehr hört man auch bis dahin, um drei Uhr früh scheint der Wirbel dann endlich ein Ende zu nehmen ...  

2. Tag: Montag, 9. Sept. 2002

Heute wird mal das Frühstück getestet, ist in Ordnung. Einen Billardtisch haben die auch, das freut Sebastian besonders. Nun mal die aktuellen Tavernen-Preise 2002 in Kolymbia zum mitschreiben (und umrechnen in die alte Währung, die es zwar nicht mehr gibt, unter der man sich aber etwas   vorstellen kann):  

1 Stunde Billard im Hotel      € 3         
Billard Token in einer Bar     € 1,5  
Tzatziki  € 1,6 - 2,5
Souvlaki Pork € 4,5 - 5,5
Souvlaki Lamb    € 6,5  
Moussaka € 3,8  
Lamb Chops € 6,5
Pork Chop   € 4 
Griechischer Salat € 2,4
Soft Drink 0,35 l  € 1,1 - 1,5                              
Bier vom Fass 0,5l   € 2 
Amstel Bier Flasche 0,5 l  € 1,5 - 2  
Cocktail  € 2,5 - 3  
Wasser 1l Supermarkt  € 0,3
2 Liegen + Schirme  € 5 - 6
Fiat Punto 4T A/C 2 Tage  Vollkasko/freie Kilometer      € 50 - 60  
Marlboro € 2,5

Die Preise sind (bis auf die Schirme am Strand) durchaus noch im Bereich des Erträglichen.

Um halb zehn kommen meine Schwester Alex, Schwager Fred mit Benni (2) und Leni (0,5) zu Besuch. Unser Sebastian und natürlich auch wir :-) sind happy. Da muss man soweit fliegen, dass man die mal trifft!

Wir sind uns zwar einig, dass es die Kinder zuhause viel schöner hätten, aber nachdem sie nun mal alle mit sind gehen wir in "unsere" Bucht hinunter. Bis am Nachmittag ist alles in Butter, dann kommt das Gewitter. Wir können gerade noch rechtzeitig ins Hotelzimmer flüchten. Interessanterweise sind Autoalarmanlagen extrem anfällig auf nahe Gewitter, das gehört dringend wissenschaftlich untersucht. Ununterbrochen schlagen neue Autos lautstark Alarm. Warum fürchten sich Autos vor Gewitter, haben die noch nie vom "Faradayschen Käfig" gehört? Seltsam ...

Als endlich wieder die Sonne scheint, komme ich vom Gedanken mich bei der Gulet-Reiseleitung über das Wetter zu beschweren wieder ab ("Willkommen auf der Sonneninsel Rhodos, mein Name ist Ursula Stich, ich bin Ihre Urlaubsbetreuerin, ab nun sind wir alle per Du blablabla") und wir gehen essen. Die erstbeste Taverne (Taverne "Christos" gegenüber vom Hotel) nehmen wir - wie immer - nicht, wir gehen stattdessen die Allee in Richtung Landesinnere, besser: Inselinnere hinauf.

Komischerweise gibt es da viel, nur keine Tavernen. Ich habe es ja immer schon gesagt: Die Halbpension ist der Tod der Tavernen, von AI möchte ich gar nicht reden. Schließlich finden wir beim zurückgehen doch ein nettes Resti namens "Carusell" und genießen dort das recht gute Essen.

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