Kastellórizo

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Nach dem Start flogen etwa 15 Minuten über dem Meer (zwischendurch wurde ein Kaffee serviert) und dann kam auch schon die türkische Küste in Sicht. Insgesamt dauerte der Flug rund 25 Minuten. Hier sind wir schon beim Landeanflug auf Kastellórizo - man hat den Eindruck, daß man direkt auf die Felsen zufliegt.

 

Landeanflug auf Kastellórizo - man fliegt direkt auf die Felsen zu und kurz danach erheben sich rechts und links die Berge von Kastellórizo:

 

Auf dieser "Landebahn" - es war mehr eine Schotterpiste - sind wir gelandet. Die Landebahn ist vielleicht höchsten 300 - 400 Meter lang und nimmt die ganze Inselbreite in Anspruch:

 

Das war unser kleines Flugzeug - damit zu fliegen war ein echtes Abenteuer, was man nicht alle Tage erlebt:

Nach dem Ausstieg  mußte  ich nur wenige Meter bis zum winzigen Flughafenge- bäude gehen. Dort stand dann auch schon das einzige Taxi der Insel bereit. Mit noch zwei  weiteren Passagieren fuhren wir dann in einer Fahrt von etwa 10 Minuten Dauer durch die Berge zur Inselhauptstadt Megisti. Dort war ich dann so gegen 7.50 Uhr und begann meinen esrten Rundgang durch den Ort am Hotel Megisti - dem größten Hotel auf  Kastellórizo.

Als Ausgangspunkt für meinen Rundgang durch das Städtchen Megisti habe ich das gleichnamige Hotel gewählt.

          Blick auf das Hotel Megisti vom gegenüberliegenden Ufer aus:

Das Städtchen Megisti ist ähnlich angelegt wie Symi-Stadt - in Form eines Hufeisens. Ein kleiner Weg - vielleicht 1 1/2 Meter breit - führt vom Hotel Megisti entlang der Hafenbucht zum gegenüberliegenden Ufer.

 

     Blick vom Hotel Megisti über die Uferpromenade Richtung Ortszentrum:

 

 

              Blick vom Hotel Megisti in die Hafenbucht:

 

 

 Nur etwa 10 Minuten brauchte ich vom Hotel Megisti in´s Ortszentrum mit diesen beiden Kirchen:

Als ich meinen Rundgang begann, war das Örtchen noch menschenleer - nur vereinzelt waren schon einige Wirte auf den Beinen, um sich auf die Frühstücksgäste vorzubereiten. In Megisti ist es üblich, daß die Gäste ihr Frühstück in einer der kleinen Ouzerien oder Tavernen direkt am Wasser einnehmen - ein wunderbarer kostenloser Blick auf das Wasser und den Hafen inbegriffen.

Wenn man das Städtchen heute so sieht, kann man sich kaum vorstellen, daß  zu Beginn des Ersten Weltkriegs noch 15.00 Einwohner auf Kastellórizo gelebt haben sollen.  Früher wurde auf Kastellórizo viel Landwirtschaft betrieben und die Insulaner hatten auch große Ländereien auf dem türkischen Festland. Diese verloren sie mit der italienischen Besetzung der Insel 1920 - die letzte Hoffnung auf ihre Wiederlangung schwand dann 1922 mit dem Ende des gescheiterten Kleinasienfeldzuges der Griechen. Weiterhin von Bedeutung war die Handelsflotte - zu seiner Glanzzeit besaß Kastellórizo 300 Handelsschiffe. Der Niedergang dieses Wirtschaftszweiges setzte mit Beginn der Dampfschiffahrt ein - hier verpaßten die Insulaner den technischen Fortschritt. Danach setzten dann große Auswanderungswellen ein, so daß zu Beginn des Zweiten Weltkrieges nur noch 1.500 Menschen auf der Insel lebten. Nach der Besetzung durch die Briten 1943 wurde die Bevölkerung aus Angst vor deutschen Luftangriffen nach Zypern, sowie dem damaligen Palästina und Ägypten evakuiert. Tatsächlich wurde Kastellórizo dann am 29. Oktober 1943 von der dutschen Luftwaffe bombardiert und große Teile von Megisti durch den anschließenden Brand zerstört. Nur 500 Insulaner kehrten nach Ende des Krieges wieder zurück. Heute liegt die Zahl der ständigen Bewohner etwa zwischen 180 und 220 Menschen - im Sommer sind es naturgemäß mehr, wenn viele Exilanten auf ihre Heimatinsel zum Urlauben zurückkehren und auch der wiedereinsetzende Tourismus das Städtchen belebt.

                         Blick auf die Häuser von Megisti - unmitelbar hinter den Häusern steigen die Berge steil empor:

 

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